Du bist müde. Vielleicht war die Nacht kurz. Der Tag lang. Und dein Kind? Es ist wütend. Es schreit. Wirft etwas. Oder sagt sogar: “Du Arschloch!”
Was passiert dann in dir?
Vielleicht dieser Reflex: “Jetzt reicht’s! Geh auf dein Zimmer und denk mal drüber nach, was du da gerade gesagt hast!”
Ein Moment der Ruhe kehrt ein. Aber was passiert da gerade wirklich? Was lernt dein Kind in diesem Moment?
Was Eltern hoffen – und was Kinder stattdessen erleben
Viele Eltern glauben, sie würden ihrem Kind durch solche Auszeiten etwas beibringen: Respekt. Kontrolle. Selbstreflexion.
Aber Kinder lernen in solchen Momenten meist etwas ganz anderes:
Ich bin falsch.
Meine Gefühle sind zu viel.
Ich werde allein gelassen, wenn es mir schlecht geht.
Das Kind ist vielleicht still, ja. Aber nicht, weil es sich selbst reguliert hat. Sondern weil es aufgegeben hat. Weil es verinnerlicht: “Ich muss mit meinen Gefühlen alleine klarkommen.” Und das ist keine Reife – das ist Rückzug.
Wenn Worte wie “Arschloch” mehr über uns sagen als über das Kind
Wenn dein Kind dich anschreit und dabei ein Schimpfwort benutzt, ist das nicht schön. Aber es ist auch nicht böse gemeint. Es ist Ausdruck von Überforderung. Von einem inneren Gefühl, das noch keinen anderen Weg findet, sich mitzuteilen.
Und genau an dieser Stelle wirst du gebraucht. Als erwachsene Person, die sich fragt:
Warum triggert mich dieses Wort so sehr?
Denn am Ende ist es nur ein Wort. Und Worte verlieren an Kraft, wenn du ihnen keine angreifbare Fläche bietest. Wenn du ruhig bleibst, wird dein Kind irgendwann merken: “Bringt ja nichts mehr, Mama/Papa bleibt trotzdem da.”
Begleite lieber das Gefühl, das dahinter steckt. Hilf deinem Kind, die richtigen Worte zu finden. Worte, die verbinden statt verletzen. Und das lernt es nicht durch Wegschicken, sondern durch Verbindung und Resonanz.
Was dein Kind stattdessen braucht
Eine klare, zugewandte Haltung: “Ich sehe, du bist gerade sehr wütend.”
Einen sicheren Raum, in dem es sich ausdrücken darf, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen
Deine Co-Regulation, wenn es sich selbst (noch) nicht regulieren kann
Deine Präsenz, nicht deinen Rückzug
Du darfst das lernen – genauso wie dein Kind
Niemand hat uns beigebracht, wie man liebevoll Grenzen setzt und dabei in Verbindung bleibt. Niemand hat uns gezeigt, wie man mit kindlicher Wut umgehen kann, ohne selbst laut zu werden.
Aber genau das darfst du heute lernen. Schritt für Schritt. Ohne Schuld. Ohne Scham.
Denn wenn du deinem Kind heute beibringst: “Ich bin da, auch wenn du wütend bist” – dann lernt es: “Ich bin okay. Mit allem, was ich fühle.”
Möchtest du lernen, wie du dein Kind in starken Gefühlen begleiten kannst, statt es zu bestrafen?
Dann komm gerne in mein Programm. Hier bekommst du das Verständnis, die Werkzeuge und die Sicherheit, die du brauchst, um ruhig zu bleiben – auch wenn dein Kind es nicht ist.
