Du wachst müde auf. Die Nacht war unruhig, das Kind früh wach. Noch bevor du Kaffee trinkst, hast du schon mehrere Konflikte geschlichtet, Wäscheberge gesehen, To-dos im Kopf. Dein Partner? Fragt, wo die Socken sind. Die Kinder? Streiten. Fordern. Wollen.
Vielleicht kennst du solche Gedanken: Ich muss stark sein. Ich darf keine Hilfe brauchen. Ich funktioniere einfach. Niemand versteht mich. Ich darf niemandem zur Last fallen. Das sind Sätze, die viele Erwachsene in sich tragen. Meistens ganz leise. Als innere
Du hast es dir so fest vorgenommen: Heute bleibst du ruhig. Du wirst nicht schreien. Nicht drohen. Nicht strafen. Und dann eskaliert dein Kind. Wieder. Es haut. Es widerspricht. Es sagt “Nein!” zum hundertsten Mal. Und ehe du dich versiehst,
Kennst du diesen Gedanken?“Ich muss alles alleine machen.” Du organisierst den Alltag. Du denkst an die Brotbox, an die Termine, an den Einkauf, an die Wäsche. Du tröstest, begleitest, regelst Streits, trägst Emotionen mit. Und oft? Funktionierst du einfach weiter.
